Durch die südliche Lage, weist das Königreich starke Ähnlichkeiten mit dem des Park- Königreichs auf; auch das Jeon- Königreich ist von weiten Steppen und Graslandschaften durchzogen. Anders, als das Jung- Königreich, was an das der Jeons im Norden grenzt, sind die Küsten des Jeon- Königreichs nicht von Klippen geziert. Das gesamte Land ist flach und weitläufig und somit laufen auch die Strände sanft aus. Ähnlich wie die Parks, ihre westlichen Nachbarn, ist es auf dem kargen Land der Jeons nur sehr schwer, effektive Landwirtschaft zu betreiben. Deswegen ist das Königreich auch eher für seine gute Handwerksarbeit und talentierten Handwerker bekannt. Ein Handwerk zu erlernen, wird von der Königsfamilie finanziell unterstützt, sodass jeder die Chance hat, einen vernünftigen Beruf zu erlernen. Das Königreich grenzt im Norden an das der Jung, im Westen an das der Parks und im Nordwesten an das der Kangs. Besonders an dem Volk der Jeons ist die Tatsache, dass es abgesehen von den drei großen Handelsstätten Yggdrim, Lya und Qath, sowie der Hauptstadt Jyga im Südosten keine größeren Städte gibt. Abgesehen von einer Handvoll Dörfer bildet die Bevökerung kleinere Stämme, die ähnlich wie Nomaden durchs Land ziehen und dort ihr Lager aufschlagen, wo Arbeit für sie ist.
Das Königreich wird von seinem König und dessen einzigem Sohn regiert, nachdem die Mutter aus unbekannten Gründen verstorben ist. Die Flagge des Königreichs zeigt einen Stern inmitten von sechs Flügeln, von denen je ein Paar eine der großen Handelsstätten darstellen soll, während die Hauptstadt der Stern in der Mitte ist.
Im Jeon- Königreich wird die Religion des Wanderers vertreten, wie sie von den Einheimischen genannt wird. In dieser Religion existieren nur zwei Götter, zwei Brüder um genau zu sein, die beide zwei wesentliche Elemente des Landes vertreten. Der eine und wohl auch der wichtigere der beiden Götter ist Yavangan, der Beschützer der Wanderer und Reisenden. Nach seinem Lebensstil leben die meisten Menschen des Landes; er ist der Grund dafür, dass es kaum Städte in dem südlichen Königreich gibt.
Sein Bruder Artes ist der Gott des Geschicks, des Talent und des Handwerks.
Laut der Legenden der Jeons hat Yavangan seinen Bruder aus Eifersucht getötet, da dieser viel erfolgreicher und beliebter war, als er selber. Das hat den Grund, dass im Jeon- Königreich der Glaube vertreten ist, dass die zwei Götter noch unter den Menschen wandeln. Denn nachdem Yavangan seinen Bruder getötet hat, taten ihm seine vergehen so sehr leid, dass er seinen Bruder zurück ins Leben geholt hat. Doch um eine weitere furchtbare Tat seinerseits zu vermeiden, hat der Gott der Wanderer seinen Bruder an die Gestalt eines Pferdes gebunden, dass ihn seit je her durch das Land trägt.
Besonders erfolgreiche und talentierte Menschen im Jeon- Königreich werden deswegen als, von Artes gesegnet bezeichnet.
Die Nomaden im Jeon- Königreich kann man wohl als das religiöseste Volk bezeichnen, denn bei ihnen stehen Gebete und Opfer an der Tagesordnung. So ist es beispielsweise üblich, vor einem Essen sowohl Yavangan als auch Artes für die Mahlzeit zu danken.
Zusätzlich wird im Herbst auch das Gajog- Fest gefeiert; oder das Fest der Familien, wie es im umgangssprachlich genannt wird. Es ist eine gewaltige Ansammlung aller Nomadenstämme und der Menschen in den Städten. Traditionell findet diese Versammlung auf einer weitläufigen Fläche in der Mitte des Landes statt. Zelte werden dabei um ein gewaltiges Feuer errichtet, das die ganze Zeit über brennt, es wird getanzt und gefeiert. Dieses Fest findet in Gedenken an Artes statt, der angeblich an dieser Stelle von seinem Bruder getötet wurde. Das Fest wird Gajog- Fest genannt, weil innerhalb des Festaktes, der sich über zwei Wochen erstrecken kann, alle Menschen des Jeon- Königreichs eine Familie sind und jeder wird gleich behandelt; eine Tradition, die selbst vor Königen nicht haltmacht.