Das Jung- Königreich ist das östlichste der sechs Königreiche; es grenzt direkt an das grüne Meer, wie der Ozean genannt wird, der den Kontinent Sunora vom östlichen Kontinent Ashasai trennt. Im Norden grenzt das Königreich an das der Mins, im Süden an das der Jeons und im Westen an das der Kangs. Es ist das kleinste aller Königreiche, doch durch seine stabile Wirtschaft, die guten Anbaumöglichkeiten für Landwirtschaft und dank des Meeres auch die florierende Fischerei, haben dafür gesorgt, dass die Bevölkerung trotz der Jahre des Krieges beständig angewachsen ist. Die Hauptstadt J'hagae liegt direkt an den Klippen des Ozeans, wo sie durch Felsen und schwer passierbare Berge gut geschützt liegt. Weiter im Landesinneren wird das Gelände flacher, ähnlich wie im westlichen Nachbarn, dem Kang- Königreich. Das Königreich ist bekannt, als das Königreich der Sonne, da die Sonn hier zuerst aufgeht und erst spät wieder untergeht. Dementsprechend wird die Sonne auch von vielen Bewohnern verehrt; sie bildet auch das zentrale Element auf der Flagge der Jungs. Die Königsfamilie hatte drei Söhne, von denen jedoch nur noch der Zweitälteste am Leben ist. Sein älterer Bruder wurde im Krieg gegen das Kang- Königreich umgebracht, während der jüngste Bruder seit mehreren Jahren verschollen ist. Regiert wird das Königreich zwar noch immer vom Königspaar, jedoch hat ihr letzter Sohn mehr mitzureden und wird langsam an die Bedeutung des Herrschens herangeführt.
Im Jung- Königreich herrscht bevorzugt der Glaube an die Natur, wie es von Einheimischen genannt wird. Bei dieser Art der Religion werden Naturelemente wie die Sonne oder die Erde als Götter hervorgehoben, wobei alle genannten Götter ausschließlich weiblich sind.
Die wichtigsten Göttinnen hierbei sind die Sonne, das Meer und die Erde, die jedoch keine anderen Namen haben.
Es wird geglaubt, dass die Sonne in Wirklichkeit eine alte Frau, die Mutter aller, ist und Erde sowie Menschen ihre Kinder sind. Trotzdem übernimmt sie nicht die wichtigste Rolle im Glauben des Jung- Königreichs. Als wichtigste Göttin wird die Erde angesehen, die die Menschen durch fruchtbare Böden und durch ihre eigenen Kinder, die Wildtiere wie Rehe oder Hasen ernährt. Deswegen ist es Gang und Gebe im Jung- Königreich, dass jeder Jäger nach einer erfolgreichen Jagd und jeder Bauer nach einer guten Ernte der Erde für die erhaltene Nahrung dankt.
Zweitwichtigste Göttin ist das Meer, hauptsächlich weil es für viele Dörfer in Küstennähe der Nahrungsgrundstein ist; gleichzeitig wird das Meer jedoch als hinterhältig, ungestüm und unberechenbar bezeichnet und dafür gehasst. Grund dafür sind die rasch wechselnden Gezeiten und das launische Klima in Küstennähe, was schon manchen Fischer sein Leben gekostet hat.
Besonders gefeiert wird keine der Göttinnen an einem Tag, jedoch gibt es ein großes Fest in der Hauptstadt genau am mittelsten Tag des Jahres, wo alle drei Hauptgöttinnen gefeiert werden. Die Frauen der Stadt kleiden sich hierbei entweder in grün, gelb oder blau, je nachdem, welcher Göttin sie ihre Ehre erweisen wollen; es wird getanzt und gesungen. Die Königsfamilie nimmt traditionell immer an den Festlichkeiten teil.